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NABU Weingarten organisiert Amphibienschutzaktion bei Berg-Horrach


Bereits 2012 wurde festgestellt, dass an der Berger Gemeindestraße am Horrach-Hof im März vor allem Erdkröten (aber auch Bergmolche und Grasfrösche) bei ihrer Wanderung zu Laichgewässern nachts überfahren werden.

Drahtgitter über Gulli

(Bild: Helmut Kraft)

In 2013 kümmerten sich erstmals einige NABU-Miglieder darum und trugen die Amphibien nachts über die Straße. So konnte in 2013 die Rekordzahl von 1067 lebenden Erdkröten gerettet werden. In den Folgejahren waren es jeweils ca. 400 bis 800 (siehe Diagramm).

In 2016 wurden erstmals mehrere Gullis, in die einzelne Kröten hineinfielen und sich nicht mehr befreien konnten, mit einem Drahtgitter abgedeckt.

In 2017 konnte die Helfergruppe um weitere Schüler, Studierende, Berufstätige und Rentner auf insgesamt 16 erhöht werden; ein Zeichen für die Beliebtheit dieses Naturschutzeinsatzes. Warum sammeln wir die Tiere ein?: Kröten spielen in Gärten eine wichtige Rolle bei der Schädlingsbekämpfung. Wenn sie in größerer Zahl auf Straßen überfahren werden, bilden sie eine glitschige Masse und stellen eine Verkehrsgefährdung dar. Außerdem verdienen sie als Mitgeschöpfe unseren Schutz.

Erdkröten

(Bild: Helmut Kraft)

Die erwachsenen Tiere wandern im März/April bis zu 2,2 km weit zu den Gewässern, in denen sie selbst zur Welt kamen. Dabei lassen sich die kleineren, männlichen Kröten oft von den Weibchen tragen. In größeren oder kleineren Tümpeln setzen die Weibchen gallertige Laichschnüre mit schwarzen Eiern unter Wasser an Pflanzen ab. Aus dem Laich entwickeln sich kiemenatmende Kaulquappen. Wenn diese zunächst 2 Hinterbeine, dann auch 2 Vorderbeine entwickeln und dann über die Lunge atmen können, verlassen sie das Wasser und wandern in die Umgebung, gerne in Wälder und Gärten. Die Gemeinde Berg unterstützt die Aktion regelmäßig mit der Aufstellung von Hinweisschildern und einer Geschwindigkeitsbeschränkung während der Wanderzeit.

Diagramm: Erdkröten bei Berg-Horrach


Weitere Informationen bei: Helmut Kraft, Tel. 0751/45102

Kinder aus Weingarten helfen Wildbienen und Co.


Die NABU-Gruppe Weingarten lässt Kinder Insektenhotels bauen. Diese dürfen sie dann im eigenen Garten aufhängen.

Mit großem Tatendrang und viel Begeisterung bauten Kinder aus Weingarten mit Hilfe ihrer Eltern Bruthilfen für Insekten, sogenannte Insektenhotels. Die Zimmerei Bernhardt stellte erneut ihre Werkstatt dafür zur Verfügung.

Insektenhotel

Tim bohrt Löcher als Niströhren für Wildbienen. Ursel Müller vom NABU Weingarten hilft ihm dabei.

Beim Bohren von Löchern in ein Kantholz, Zuschneiden von Schilf und dem Zusammennageln aller Teile bewiesen Mädchen wie Jungs viel Geschick. Vorher erläuterte die Biologin Sabine Brandt aus Laupheim, wie Wildbienen und andere Insekten in den engen Röhren ihre Eier ablegen. In einem Spiel, indem Kinder mit Hilfe von Stoffröhren das Nisten der Insekten nachstellten, bekamen die Kinder einen intensiven Einblick in die Biologie dieser Tiere. Danach ging es ans Werk. Zum Abschluss konnten sich die Kinder bei Apfelschorle, Butterbrezeln und Kuchen stärken. „Eine rundherum gelungene Aktion, bei der sich Kinder intensiv mit Tieren befassen, die leider wenig Beachtung finden“, wie NABU-Sprecher Hubert Kapler erläutert. Insektenschutz tut Not, laut Umweltministerium ist der Insektenbestand in den letzten 35 Jahren um 80 % zurückgegangen. Deswegen warb Helmut Kraft, ebenfalls Sprecher beim NABU Weingarten, für die Gestaltung naturnaher Gärten: Einfache Maßnahmen, wie Blumeninseln im Rasen stehen lassen oder ganzjährig Stauden fördern, verbessere die Situation deutlich. Der erste Schritt ist nun getan: Voller Stolz nahmen die Kinder ihr Bienenhaus mit und hängen diese in ihre Gärten. Mit Spannung wird nun erwartet, wann die ersten Wildbienen, Erd- oder Schlupfwespen, Ohrwürmer und Florfliegen einziehen.

KARL-Gruppe errichtet neuen Nistkasten für Wanderfalken (Falco peregrinus)


Nistkasten Frontansicht Nistkasten Rückansicht

Im Rahmen der Neuentwicklung des Industrie- und Gewerbeparks (IGV) Baienfurt durch die KARL-Gruppe war es erforderlich, den Nistkasten eines Wanderfalkenpaares von einem Kamin abzubauen. Es war daher das Bestreben der IGV, einem Unternehmen der Gruppe, um Geschäftsführer Günter KARL junior, dieser besonders geschützten Art in ihrem angestammten Revier eine neue Brutnische zu bieten. Dazu wurde auf dem Dach des ehemaligen Industriekraftwerks eine entsprechende Stahlkonstruktion mit einem kontrollierbaren Spezialnistkasten für Wanderfalken errichtet.


Nistkasten Seitenansicht

Diese Stahlkonstruktion wurde gebaut, um den Nistkasten für die Wanderfalken in ausreichender Höhe anbringen zu können - so konnte die eigentlich zu niedrige Höhe des Gebäudes ausgeglichen werden. Die gesamte Maßnahme wurde von der IGV finanziert und umgesetzt. Dabei unterstützte sie ein ehrenamtliches Mitglied der Nabu-Weingarten-Gruppe planerisch und begleitete sie fachlich. Durch die sehr gute Zusammenarbeit von der IGV und Nabu-Weingarten konnte die vom Landratsamt Ravensburg vorgegebene Frist zur Installation des Nistkastens gut eingehalten werden. Nun bleibt es noch abzuwarten, ob der neue Standort von dem Wanderfalkenpaar, hoffentlich schon zur nächsten Brutsaison, angenommen wird. Nabu-Weingarten sagt Danke an Günter KARL junior und die IGV für die gelungene Aktion!


Blick aus dem Nistkasten

Wanderfalken benötigen für ihren Nistplatz eine absolute Höhe von min. 23 m. Die schnellen Jäger brüten in Bussardnestern, in Habicht-horsten, in Nestern von Kolkraben und in Kunsthorsten – in der Regel in Felswänden, alten Steinbrüchen oder in Nischen hoher Gebäude. Ihre Beutetiere schlagen sie im Flug und erreichen dabei Geschwindigkeiten im Sturzflug von bis zu 300 km/h. Der Herbst ist der Beginn ihrer Balzzeit sowie der Suche nach geeigneten Nistgelegenheiten. Die Brut dauert von März bis Ende April. Die Jungvögel verlassen dann ab Juni bis Anfang Juli ihr Nest.


Text und Fotos: Harald Denicke, Nabu-Weingarten


Aktionen

RheindeltaZugegeben, wir beobachten leidenschaftlich gerne Vögel. Hier im Rheindelta richtet sich die ganze Aufmerksamkeit unserer jungen Spezialisten auf Zugvögel.

Foto: M. Lechner

Heckenpflanzung Heckenpflanzungen und Riedpflegen gehören zur jährlichen Pflichtübung! Mit vereinten Kräften pflanzten hier bei Berg der NABU Weingarten, die Regenwaldkinder Ravensburg und die Jägervereinigung in Berg.

Foto: M. Lechner

ExkursionStimmt, eine Botanik-Exkursion macht auch hungrig! Hier ist die NABU-Gruppe Weingarten auf der Schwäbischen Alb unterwegs.

Foto: M. Lechner

Rößlerhof Dem Biolandwirt über die Schulter geschaut: Unsere NABU-Gruppe besucht gerade den Rößlerhof, um sich vor Ort zu informieren, was ein Biohof zu einem Biohof macht.

Foto: W. Mayer

MehlschwalbenDie Mehlschwalbe ist in Weingarten, wie auch in anderen Städten, stark zurückgegangen. Der NABU Weingarten bringt deswegen mit Hilfe der freiwilligen Feuerwehr Nisthilfen an.

Foto: M. Lechner

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Die Feldlerche

Vogel des Jahres 2019

Foto: NABU/Manfred Delpho

Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden, aus vielen Gebieten wurden sie sogar völlig verdrängt. Mehr

 

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